Schifffahrt und Handel in Hamburg

 

Hamburgs Aufstieg vom Dorf am Rande der Zivilisation zu einer Metropole wäre ohne internationale Schifffahrtsverbindungen und Handelsbeziehungen nicht möglich gewesen. Hamburg hat von diesem Handel häufig sehr viel mehr profitiert als überseeische Länder. Das gilt besonders für den Sklavenhandel und die koloniale Ausplünderung, an der sich Hamburger und Altonaer Kaufleute und Reeder jahrhundertelang beteiligt haben. Auffällig ist zum Beispiel, dass schon früh ein gleichberechtigter Handel mit den USA und Kanada aufgenommen wurde, während die Einfuhren aus Lateinamerika aus Rohstoffen zu niedrigen Preisen und die Ausfuhren dorthin vor allem aus teuren Industrieprodukten bestanden und bestehen. Am Beispiel Hamburg lässt sich zeigen, wie ungleiche Handelsbeziehungen zu Reichtum der einen und Armut der anderen geführt haben.

 

© Frank Kürschner-Pelkmann