Wasser im Christentum

 

Wo in ganzen Weltregionen der Zugang zu sauberem Wasser keine Selbstverständlichkeit ist, sind vielen Christinnen und Christen die vielen biblischen Aussagen zum Wasser in den letzten Jahren wichtiger geworden. Wasser wird als Geschenk Gottes wahrgenommen. Jörg Zink gehört zu den Theologen, die über die Bedeutung des Wassers für Christinnen und Christen nachgedacht hat. Er schrieb 2003 in einem Beitrag der Zeitschrift „Eine Welt“ über das Wasser: „Das Element ist die Kraft, aus der alle Wandlung kommt, und selbst das Symbol der Wandlungsfähigkeit. Es ist Meer, See oder Fluss, Wolke oder Tau, Regen oder Eis, Quelle oder Saft im Baum, Nässe im Grund der Erde. Wasser hat sein Besonderes darin, dass es keine feste Gestalt hat, sondern sich wandelt von einer Gestalt in eine andere, dass es aber allem, was Gestalt finden will, hilft, eben diese Gestalt zu finden. Es ist Quelle des Lebens, weil es auf die Verwirklichung einer eigenen Gestalt verzichtet. Es ist Gleichnis für den christusförmigen Menschen, der aus der Hingabe seines Eigenen und Besonderen den Wesen dieser Erde den Zugang öffnet zu den Quellen des Lebens.“

 

In einer zunehmenden Zahl von Gottesdiensten und anderen religiösen Handlungen wird das Lebenselement Wasser in den Mittelpunkt gestellt. Ein Beispiel dafür war am Internationalen Tag des Wassers 2003 eine Zeremonie: In einem historischen Wasserwerk von Köln erbat Weihbischof Manfred Melzer Gottes Segen für das Kölner Trinkwasser und alle, die es im Wasserwerk aufbereiten und benutzen. Er erinnerte daran, dass Wasser das biblische Symbol des Lebens in seiner ganzen Fülle ist und erklärte: „Dem Wasser in Ehrfurcht zu begegnen ist ‚Kultur des Lebens‘.“

 

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin ist eine Wasserzeremonie beim Schlussgottesdienst in eindrück­licher Erinnerung: In einem zentralen Taufbrunnen wurden Krüge mit Wasser gefüllt und dann herumgereicht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Gottesdienstes stand es frei, ob sie sich mit dem Wasser bekreuzigen oder benetzen wollten. Die Zeremonie sollte die evangelischen und katholischen Gläubigen an ihre Taufe als wichtiger Gemeinsamkeit erinnern. Theodor Bolzenius, der katholische Pressesprecher des Ökumenischen Kirchentages, sagte zu dieser Zeremonie: „Wir haben überlegt, was unsere ökumenische Gemeinsamkeit ausmacht und haben das Wasser als Tauferinnerung in den Mittelpunkt gestellt.“

 

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat in einem Grußwort für eine Aktion der evangelischen Kindertagesstätten zum Welt­kindertag 2004 die biblische Bedeutung des Wassers so dargestellt: „In zentralen biblischen Zusammenhängen ist Wasser im Blick als Mittel zum Leben wie auch als Symbol für Gottes gute Absicht mit den Menschen. Die Erinnerung an dieses Grundmotiv gehört zu den wichtigen Inhalten religiöser Bildung in evangelischen Gemeinden, insbesondere auch in ihren Tageseinrichtungen für Kinder … Einer der eindrücklichsten biblischen Namen Gottes ist ‚Quelle des Lebens‘. Die Botschaft des Neuen Testaments nimmt diese Redeweise auf. Jesus Christus verspricht denen, die seinem Wort vertrauen, dass sie selbst zur Quelle für andere werden können (Johannesevangelium Kap. 4). Religiöse Erziehung und Bildung können nicht früh genug damit beginnen, Geschichten über das Wasser als Hoffnungsgeschichten zu entdecken – als Geschichten einer Hoffnung für alle.“

 

Die Taufe

 

Die Taufe gehört zu den entscheidenden religiösen Ereignissen im Leben eines Christen und einer Christin. Diese Tradition geht auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Markus 1,9) und die Aufforderung Jesu an seine Jünger zurück, die Gläubigen zu taufen: „Und darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch be­fohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,19–20)

 

In den christlichen Kirchen haben sich unterschiedliche Traditionen entwickelt, wie die Taufe vollzogen wird. In den orthodoxen, den baptistischen und verschiedenen anderen Traditionen wird der Täufling in einem Wasserbecken oder Fluss untergetaucht. In den Traditionen der römisch-katholi­schen, lutherischen, reformierten und anderer Kirchen wird dem Täufling dreimal Wasser über den Kopf gegossen oder seine Stirn benetzt. Manche Gemeinden dieser Kirchen beleben aber auch die Ganztaufe neu. Dazu heißt es in der Taufagenda der „Evangelischen Kirche der Union“: „Jedoch wird gegenwärtig im Bereich der Ökumene und der Mission vor allem bei der Erwachsenentaufe die Zeichenhaftigkeit einer Ganztaufe betont und die Taufe in fließenden Gewässern oder entsprechend geeigneten bzw. gestalteten Taufbecken vorgesehen, was an die baulich besonders hervorgehobenen Baptisterien in und außerhalb frühmittel­alterlicher Kirchen erinnert.“ Besonders beliebt ist die Taufe im Jordan. Es gibt bedeutende theologische Unterschiede im Taufverständnis, aber die meisten Kirchen teilen die Auffassung, dass dieser Schritt von Sünden reinwäscht, einen Neuanfang sichtbar macht und der Täufling in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wird.

 

Die Schweizer Theologin Eva-Maria Faber hat 2003 in der Zeitschrift „Reformierte Presse“ zu Taufe und Wasser geschrieben: „Die Taufe lädt ein, das Wasser wirken zu lassen – und in dieser Dynamik des Wassers zu spüren, was darüber hinausgeht: die umfassendere Lebensdynamik, die Gott schenkt. Mit dem Wasser kommt der Geist – er kommt, berührt, verschafft sich im Berühren Eingang. Sein Ziel ist die Dürre im Herzen, um sie mit Leben aus der nie versiegenden Quelle des Lebens zu beenden (Psalm 36,10). Das Wasser wird zum Symbol eines radikalen Neuanfangs.“

 

Auf der Insel Helgoland gibt es eine Tradition, die die Kostbarkeit und den Segen des Wassers bei der Taufe besonders deutlich zum Ausdruck bringt. Bis in die 1960er Jahre waren die 1.500 Inselbewohnerinnen und Inselbewohner darauf angewiesen, Regenwasser in Zisternen zu sammeln. Reichte es nicht aus, musste ein Wasserschiff bestellt werden, das für einen hohen Preis Trinkwasser aus Wilhelmshaven auf die Insel brachte. Da Wasser sehr knapp war, holten Kinder aus dem Haus des Täuflings in Tassen Wasser und trugen es in die Kirche, um das Taufbecken zu füllen. Bis heute lebt diese Tradition fort, wobei die Kinder inzwischen häufig mit ihren eigenen silbernen Taufbechern kommen, um das Wasser zu schöpfen und in einem kleinen Zug in die Kirche zu bringen. Ursula Palm-Simonsen hat dazu Anfang September 2004 in der „Nordelbischen“, der Zeitung der Nord­elbischen Kirche, geschrieben: „Durch den Brauch des Wassertragens wird auf Helgoland die Bedeutung des Wassers für die Taufe hervorgehoben. Seine Kostbarkeit, seine Notwendigkeit, aber auch seine Kraft wird damit betont. Wir Menschen und das kleine Taufkind sind auf Gottes Kraft, seinen lebendigen Geist und seinen Zuspruch angewiesen, wie auf das Wasser. In der Taufe wird das für uns spürbar. Sie erinnert uns: In allen Stürmen unseres Lebens sind wir von Gott gehalten.“

 

Geweihtes und heilendes Wasser

 

Es gibt viele Traditionen in den Kirchen, die die Wertschätzung des Wassers zum Ausdruck bringen. In den orthodoxen Kirchen wird das Wasser am Epiphaniastag gesegnet. Dieser Tag erinnert an die Geburt und Taufe Jesu und ist für orthodoxe Christinnen und Christen der Tag des Weihnachts­festes. In der Hafenstadt Hamburg ist diese Wasserweihe inzwischen zu einem wichtigen ökumenischen Ereignis geworden. An der Prozession zur Elbe nehmen nicht nur orthodoxe, sondern auch evangelische und katholische Christinnen und Christen teil. Der griechisch-orthodoxe Bischof lässt von einem Segelschiff aus sein goldenes Kreuz drei Mal an einem Seil in das Elbwasser hinab. Mit dem Wasser wird die ganze Schöpfung gesegnet, und diese Weihe soll Christinnen und Christen daran erinnern, dass sie die Aufgabe haben, sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Im Anschluss an den Gottesdienst sind traditionell auch Häuser, Gärten und Felder mit geweihtem Wasser besprengt worden. Auch in anderen Städten wie zum Beispiel Zürich ist inzwischen eine solche Tradition der ökumenischen Wasserweihe entstanden.

 

In manchen osteuropäischen Kirchen wird eine Tradition wachgehalten, die auf die ersten Jahrhunderte der Kirchengeschichte zurückgeführt wird. Ein Kreuz wird in einen Fluss oder See geworfen, und mutige junge Männer springen anschließend in das kalte Wasser, um danach zu tauchen. Wer es findet, kann zuversichtlich sein, im beginnenden Jahr Glück zu haben und gesund zu bleiben. Victor, der im Jahre 2002 diese Zeremonie in einem Fluss in der Nähe von Moskau mitmachte, betonte gegenüber der Ökumenischen Nachrichtenagentur ENI: „Dies ist eine heilige Handlung. Du tust dies aus dem Glauben an Gott heraus, und er stärkt deine Gesundheit und deinen Geist. Du tauchst wieder ein in die Heiligkeit von allem, was dich umgibt.“

 

In der Geschichte des Christentums hat die heilende Wirkung, die von Wasser ausgehen kann, stets eine große Rolle gespielt. Dies gilt besonders für Quellen, die durch Wunderheilungen bekannt wurden. Einer der wichtigsten Orte ist Lourdes in Frankreich. In Lourdes hatte das 14-jährige Mädchen Bernadette Soubirous am 25. Februar 1858 eine Erscheinung der Mutter Maria, die sie aufforderte, in einer Grotte eine Quelle freizulegen und dem Priester zu sagen, er möge an dieser Stelle eine Kapelle errichten und eine Prozession durchführen. Seither wird dem Wasser der Quelle heilende Wirkung zugesprochen, und es ist unter den Pilgern zu vielen Spontanheilungen gekommen.

 

Bernadette Soubirous hat trotz der heilenden Wirkung des Wassers viele Anfeindungen erleben müssen. Sie wurde vom Ortspfarrer und vom Bischof strengen Verhören unterzogen und von ihrer Mutter der Lüge bezichtigt. Und angesichts der Tatsache, dass große Menschenmengen zum heilenden Wasser kamen, waren die Behörden von der Unruhe in der Stadt beunruhigt und drohten, die Bahnlinie an Lourdes vorbei zu legen. Bernadette Soubirous erkrankte schwer und starb bereits im Alter von 35 Jahren. Heute hat Lourdes einen Bahnhof, die Stadt lebt gut von den vielen Pilgern, die katholische Kirche stellt keine inquisitorischen Fragen mehr, Papst Johannes Paul II. kam zweimal an die heilige Quelle, und jedes Jahr hoffen fünf Millionen Pilger aus aller Welt darauf, dass das Wasser von Lourdes ihnen Gesundheit und Heilung bringt.

 

In Kirchen in Afrika, Asien und Lateinamerikas werden die Texte der Bibel, in denen es um Heilung in einem umfassenden Sinne geht, intensiv gelesen und ausgelegt. Dabei wird die Verbindung von Heilung und Wasser besonders stark wahrgenommen, denn hier lässt sich zum Beispiel in Afrika an viele einheimische Traditionen anknüpfen. Die Kimbanguisten, eine der traditionsreichsten und größten unabhängigen Kirchen Afrikas, hat in N’kamba im Kongo ihr religiöses Zentrum, ihr neues Jerusalem. Das Wasser der heiligen Quelle von N’kamba reinigt und erneuert die Gläubigen. Viele Kranke suchen in diesem Wasser Heilung. Und die meisten Kimbanguisten nehmen ein Fläschchen dieses heiligen Wassers mit nach Hause und tragen es ständig bei sich. Bei der Segnung eines neuen Hauses oder auch eines neuen Autos durch einen Pfarrer ist heiliges Wasser aus N’kamba unverzichtbar.

 

Damandji Banga Wa Banga, Pfarrer der Kimbanguistischen Fakultät in Lutendele (Kongo), hat die Bedeutung des heiligen Wassers in seiner Kirche in der Schweizer Zeitschrift „Auftrag“ 2001 so dargestellt: „Den Gläubigen wird immer wieder gesagt, dass es Jesus ist, der heilt, dass es Jesus ist, der beschützt. Ohne den Glauben an ihn bleibt das Wasser ohne Wirkung.“ Er fügte hinzu: „Das Wasser ist unsere Mutter, da sie die Erde trägt, auf der wir leben, und hierfür schulden wir ihm Dankbarkeit. Seine Wichtigkeit darf nicht vernachlässigt werden, weder im täglichen, noch im religiösen Leben. Das Wasser von N’kamba symbolisiert für die Kimbanguis­ten Gesundheit, Genesung, Sicherheit, Schutz, Reinigung und Heil.“

 

Wasser bewahren – eine christliche Aufgabe

 

In den letzten Jahren haben in vielen Teilen der Welt nicht nur die Probleme des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und die Konflikte um das knappe Lebens-Mittel Wasser zugenommen, sondern es gibt auch zahllose Initiativen von Kirchen, kirchlichen Einrichtungen und Gruppen von Christinnen und Christen, die sich dafür einsetzen, dass alle Menschen einen Zugang zu ausreichend Trinkwasser erhalten und dass Wasser nicht zu einer Ware wie jede andere wird. Zu erwähnen sind zum Beispiel auch Maßnahmen zum Wassersparen in vielen Kirchengemeinden, zahlreiche Wasserprojekte im Rahmen von Partnerschaften von Kirchengemeinden in Europa und im Süden der Welt, Wasserbauprojekte von kirchlichen Entwicklungseinrichtungen und Missions­werken sowie Programme zur Unterstützung der Opfer von Flutkatastrophen.

 

Seit Anfang des Jahrhunderts hat es Aktionen von „Brot für die Welt“ zum Thema Wasser sowie eine große Zahl von Tagungen zum Thema Wasser in Evangelischen und Katholischen Akademien und anderen kirchlichen Bildungseinrichtungen gegeben. Als Beispiel sei hier die „Ratzeburger Sommeruniversität für die nachhaltige Entwicklung im Ostseeraum“ im September 2003 erwähnt, bei der es um unterschiedlichste Wasserthemen ging. Im Ratzeburger Wassermanifest steht unter anderem: „Wasser ist Leben. Dies ist nicht nur eine elementare biologische Einsicht, sondern spielt auch für viele Religionen eine wichtige Rolle. So schöpfen Christinnen und Christen aus dem Glauben, dass ‚der Bach Gottes reichlich gefüllt ist‘ (Psalm 65,10) und sie in ihrem Glauben ‚lebendiges Wasser‘ (Johannes 4,10) finden. So fühlen sie sich auch in die Pflicht genommen, diese Welt zu bebauen und zu bewahren, dass ‚das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach‘ (Amos 4,24).“

 

Zu den ökumenischen Veranstaltungen zum Thema Wasser gehörte eine Versammlung des „European Christian Environmental Network“ im Mai 2003 in Volos/Griechenland zum Thema „Water – Source of Life“. In der Erklärung der Versammlung wird betont, dass Wasser für Christinnen und Christen eine tiefe spirituelle Bedeutung als Geschenk Gottes und als Grundlage des Lebens hat. Ebenso gelte es, das Menschenrecht auf Wasser anzuerkennen und zu fördern. Für die Teilnahme von Christinnen und Chris­ten an der gegenwärtigen Debatte über das Wasser werden in dem Dokument sieben Prinzipien herausgearbeitet: Vorsorge, Schutz vor Umwelt­belastungen, Transparenz, öffentliche Kontrolle, Partizipation der Öffentlichkeit, Parteinahme für die zum Schweigen Verurteilten und Entscheidungen auf lokaler Ebene, wo immer dies möglich ist. Zu den konkreten Vorschlägen für ein christliches Engagement für das Wasser gehört: „Kirchen haben besondere Möglichkeiten, die Bedeutung des Wassers für das Leben der Menschen herauszustellen. Das Thema kann größere Beachtung in regulären Gottesdiensten finden, aber es besteht auch die Möglichkeit, besondere symbolische Handlungen auszurichten. Gottesdienste oder Meditationen können am Seeufer oder an Quellen gehalten werden. Die Taufe bietet viele Anknüpfungspunkte für das Thema Wasser, um symbolisch alle Bedeutungen des Wassers zum Ausdruck zu bringen – Stillen des Durstes, Reinigung, Bedrohung und Bewahrung des Lebens.“

 

2006 wurde das „Ökumenische Wassernetzwerk“ (Ecumenical Water Network – ENN) ins Leben gerufen. Dieses Netzwerk greift nationale Initiativen wie die Kampagne „Menschenrecht Wasser“ von Brot für die Welt auf und bemüht sich, das kirchliche Engagement zu bündeln und die Kirchen darin zu bestärken, sich gemeinsam für die Verwirklichung des Rechts auf Wasser einzusetzen. Ein Sekretariat des Netzwerkes wurde beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf eingerichtet.

 

Das Wasser kann auch Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen verbinden. Davon sind jedenfalls die Koordinatoren für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung des Franziskaner-Ordens überzeugt. In ihrer Veröffentlichung „Wasser als Lebensgut“ schrieben sie 2003: „Bewahrung der Schöpfung ist wesentlicher Bestandteil aller Religionen und ist ein so wichtiges Thema, das leicht zum Anlass für Dialog, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis werden kann. Gläubige Menschen aller Religionen teilen die Sorge um die Menschheit und um die Erde als Trägerin des Lebens. Vor Ort und weltweit arbeiten sie Hand in Hand zum Schutz des kostbaren Wassers auf diesem Planeten und für das Recht aller Menschen auf Zugang zu diesem Wasser. In der gegenwärtigen Krise müssen wir uns mit all jenen verbinden, die unter tatsächlichem oder drohendem Wassermangel leiden, und ebenfalls mit all jenen anderen, die für Gerechtigkeit unter den Menschen und für den Erhalt dieses kostbaren Rohstoffes kämpfen.“

 

© Frank Kürschner-Pelkmann