Lukas 2,8-20 - Hirten: arm dran in Zeiten der Globalisierung

 

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. 15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

 

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

 

„Die Hirten in neutestamentlicher Zeit sind daher meist zur untersten sozialen Schicht zu zählen. Sie sind Sklaven oder Tagelöhner, die am Rande der Gesellschaft leben, denn ihre Arbeit ist mit viel Gestank verbunden … Hirten müssen also draußen bleiben vor den Toren der Stadt bei ihren Herden, sind sozial ausgegrenzt. Davon geht auch Lukas aus. Das Besondere seines Weihnachtsevangeliums ist, dass die Engel gerade diesen Ausge­grenzten die frohe Botschaft verkünden.“ So hat Jürgen Simon im „Bibelreport“ 2/2003 der Deutschen Bibelgesellschaft dargestellt, dass die Hirten zu den Armen der damaligen Gesellschaft gehörten, die die Herden nicht besaßen.

 

Ergänzend schreibt der evangelische Theologe Martin Koschorke in seinem Buch „Jesus war nie in Bethlehem“ (Darmstadt 2007, S. 120) über die Situation der Hirten im antiken Palästina:

 

„Auf der Suche nach lohnenden Weideplätzen sind Hirten mit ihren Herden stän­dig unterwegs. Tags glüht die Sonne brennend heiß … Die sternklaren Nächte sind oft bitterkalt. Es ist eine harte Existenz mit eigenen Regeln und Gesetzen. Hirten müssen sich selbst schützen, ihre Rechte selber verteidigen. Untereinander kämp­fen sie um Wasserstellen für ihre Tiere. Mit den Landbesitzern leben sie in Fehde, immer wieder gibt es Anlass zu Streit. Den Bewohnern fester Siedlungen sind sie nicht geheuer, gelten als Betrüger, als räuberisch und gewaltbereit. Ihr Wort zählt nicht vor Gericht. So leben sie am Rande der Gesellschaft, abseits der Zivilisation, fast wie Ausgestoßene.“

 

An den Rand gedrängt in der Ökonomie der Besatzungsmacht

 

Die Hirten und auch die Hirtinnen der Ziegen und Schafe spielten bei der ökonomischen Umgestaltung Palästinas durch die römischen Eroberer nur eine marginale Rolle. Viel wichtiger waren der Anbau von Getreide und der Fischfang am See Genezareth, denn Getreide, getrocknete und gesalzene Fische sowie Olivenöl ließen sich gut nach Rom exportieren und bereicherten dort das Lebensmittelangebot auf den Märkten. Brot und Spiele sollten die römische Bevölkerung ruhigstellen, und das Getreide aus Galiläa besaß hierfür eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Es wird angenommen, dass niemals so viel Land in Palästina dem Ackerbau diente wie während der römischen Herrschaftszeit. Besonders in Galiläa bildete der Ackerbau die wichtigste Ernährungsgrundlage der Bevölkerung. Mehr zu dieser Thematik finden Sie in dem Buch „Galiläa, Lebensraum und Wirkungsfeld Jesu von Willibald Bösen (S. 172ff.).

 

Die Viehzucht hatte lediglich für die Ernährung der lokalen Bevölkerung ein Palästina eine Bedeutung. Aber deren Wohlergehen stand nicht allzu weit oben auf der Prioritätenliste der Besatzungsmacht. Auch in den heutigen Globalisierungsprozessen, sei hier erwähnt, haben die Ernährung und das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung in abhängigen Ländern – und zumal der Bevölkerung ohne große Kaufkraft – keinen hohen Stellenwert.

 

Die Hirten, auch sozial und religiös eine Randgruppe

 

Die Hirten in Palästina führten ein Leben voller Gefahren, und wenn der Engel ihnen verkündete „Fürchtet euch nicht!“, war dies wohl nicht nur dem Erschrecken über das Erscheinen des Boten Gottes geschuldet. Wer in einer prekären Situation lebt, für den kann alles Neue eine existenzielle Bedrohung bedeuten. Das kann dazu führen, jede Veränderung zu fürchten und sich stattdessen mit dem Status quo abzufinden, wie ungerecht und entwürdigend er gerade für die Ärmsten auch sein mag.

 

Aus diesem Grunde gehört es zu den wunderbaren Vorkommnissen in der Weihnachtsge­schichte, dass die Hirten sich tatsächlich auf den Weg machten. Sie waren die ersten, sagt Lukas uns, die die Verheißung von einem Neuanfang mit Jesus hörten. Die Ge­schich­te von den Hirten ist, wie man es heute formulieren würde, eine Mutmach­ge­schichte, die auch noch nach zwei Jahrtausenden Menschen dazu veranlasst, aufzubrechen und den Verheißungen zu vertrauen, die die Engel und später Jesus verkündet und die die Evangelisten für uns aufgeschrieben haben.

 

Die Hirten in Lukas Geburtsgeschichte, die in seiner Darstellung als einzige die Botschaft der Engel hörten, hatten nicht nur einen niedrigen ökonomischen und sozialen Status, son­dern wur­den von strenggläubigen Juden auch aus religiösen Gründen verachtet, weil sie bei ihrer Berufsausübung die strengen Regeln der Tora nicht einhalten konnten. Und doch waren sie geradezu prädestiniert, die Botschaft der Engel zu hören, erklärt uns Jörg Zink:

 

„Die Nacht ist für einen Nomaden voller Leben. Sie ist voll von Lichtern und Schatten, von fremden Stimmen und Lauten, sie ist eine Welt von Träumen und Visionen. Die Welt eines Beduinen ist so viel weiter und so viel lebendiger, wie auch der Sternenhimmel über ihm mehr Sterne hat als der unsere. Er lebt immer wachsam … So ist es sinnvoll, dass sie (die Hirten) bei Lukas in der Rolle von Menschen erscheinen, die unter dem nächtlichen Himmel stehen, dort Worte hören und Erscheinungen wahrnehmen, die wir für Märchen halten müssen. Sie stehen da als Menschen, die sich einer Wirklichkeit öffnen, die für andere unerreichbar, verborgen bleibt.“ (Jörg Zink: Zwölf Nächte, Freiburg 1994, S. 84f.)

 

Gott als Hirte

 

Es gibt in der Bibel eine ganze Reihe von Versen, in denen Gott und Jesu als Hirten bezeichnet werden. Einen der schönsten Verse finden wir am Anfang von Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“ Sehr bekannt ist auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Matthäus 18, 12-14 und Lukas 15, 3-7).

 

Auch unter den Menschen, die in den biblischen Geschichten bedeutende Rollen innehatten, waren viele Hirten. Der erste von ihnen war Abel, der von seinem Bruder Kain, dem Ackerbauern, erschlagen wurde (1. Mose 4, 1-16). Auch Moses war Hirte und sorgte für die Schafe seines Schwiegervaters. Er wurde von Gott berufen, als er mit der Herde durch die Wüste zog (2. Mose 3, 1ff.). David, in dessen Stadt Bethlehem in der Darstellung von Lukas die Hirten das Jesuskind angebetet haben, war ein Hirte, der die Schafe und Ziegen seines Vaters hütete (2. Samuel 17,15). Und doch stieg er zum König Israels auf.

 

Aus Bethlehem sollte auch der kommen, „der in Israel Herr sei“ und die Brüder (und Schwestern) hütet (Micha 5, 1-4). Im Blick auf die Globalisierungsthematik sind die Verse 3 und 4 hervorzuheben: „… Und sie werden sicher wohnen; denn es wird zur selbst Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde. Und er wird der Friede sein.“  

 

Interessant ist, dass Kaiser Augustus als „Hirte der Völker“ betitelt wurde. Auch im antiken Rom gab es die Idealisierung des Hirten, und auch dort hatte dieses Bild nichts mit der Realität des harten Lebens der Viehhirten zu tun. Lukas hat sein Evangelium und besonders die Geburtsgeschichte so aufgebaut, dass Jesus als wahrer Heilsbringer im Kontrast zu dem politisch mächtigen Kaiser Augustus dargestellt wird. Dem vermeintlichen „Hirten“ Augustus wird deshalb wahrscheinlich nicht zufällig eine arme Schar von Hirten gegenübergestellt, die die Botschaft von der Geburt des Heilands hören und verbreiten.

 

Im Johannesevangelium wird Jesus selbst zum Hirten: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Hirten.“ (Johannes 10,11) und drei Verse weiter: „Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.“

 

Nach dem Johannesevangelium hat Jesus seinem Jünger Petrus gesagt „Weide meine Lämmer!“ und ihn mit diesen Worten zum Hirten und Leiter der Gemeinschaft der Gläubigen gemacht. In katholischer Tradition war Petrus der erste Bischof von Rom, bevor er 67 n. Chr. hingerichtet wurde.

Die Päpste stehen in dieser Traditionslinie der Bischöfe von Rom und werden als „oberste Hirten“ bezeichnet, die die Aufgabe haben, die Herde der Gläubigen zu hüten. Auch die katholischen Bischöfe üben das Hirtenamt aus, symbolisiert durch den Bischofsstab, der an den Stab der Hirten erinnert. Im Protestantismus werden in manchen Kirchen die Geistlichen als Pastoren bezeichnet, das lateinische Wort für Hirte.

 

Eine Botschaft für die ganze Menschheit

 

Die Botschaft der Engel gilt nicht nur den Hirten, es war und ist eine Botschaft für die Menschheit und in besonderer Weise für die Armen der Welt. Alle sind eingeladen, zur Krippe im Stall zu kommen, niemand ist ausgeschlossen, der sich nicht selbst ausschließt. Den Hirten wird stellvertretend für alle Menschen die Frohe Botschaft verkündet, und sie machen sich stellvertretend auf den Weg durch die Dunkelheit zum Stall mit dem Kind darin.

 

Diese Einladung an alle gilt jenseits des tatsächlichen historischen Geschehens in Bethlehem. Es lässt sich sogar sagen, dass wir gerade dann, wenn wir diese Geschichte nicht als Tatsachenbericht lesen, die Heils­botschaft für die ganze Menschheit umso klarer erkennen können. Dass berichtet wird, dass die Hirten nach der Begegnung mit Jesus und seiner Familie in den Alltag zurückkehrten und Gott lobten und priesen, kann als Ermutigung verstanden wer­den, auch unsere Erfahrungen der Begegnung mit Jesus und seiner Heilsbotschaft in den Alltag zurückzutragen und dort als Christinnen und Christen zu Boten der befreienden Botschaft zu werden, die von Jesus ausgeht.

 

Diese Botschaft taten die Engel den Hirten und den Eltern Jesu kund. Der bekannte Theologe Fulbert Steffensky hat diesen Aufbruch der Hirten als eines der Wunder der Weihnachtsgeschichte bezeichnet. „Die stumm gemachten Hirten sprechen. Es kommt Bewegung in sie … und sie preisen und loben Gott. Die Armen stehen auf – das ist das Wunder.“

 

Die Engel verkündeten die Ankunft des Messias mit einer Wortwahl, die an die Proklamation eines Königs erinnert. Die „große Freude“ gilt nicht nur den Hirten, sondern „allem Volk“. Dass die Hirten im Lukasevangelium statt eines prächtig gekleideten Königs ein kleines, in Windeln gewickeltes Kind in der Krippe vorfanden, ließ bereits erkennen, dass dieser Heiland nicht als mächtiger Herrscher durch sein irdisches Leben schreiten würde, sondern als einfacher Handwerker und dann als armer Wanderprediger.

 

Lukas verarbeitete hier also die Erfahrungen der Gläubigen, dass Jesus nicht gekommen war, um als mäch­tiger Feldherr und König die Römer mit Gewalt und göttlicher Unterstützung zu vertreiben und dass er dennoch von diesen Römern als Aufrührer hingerichtet worden war.

 

Das Kind in der Krippe wird von einer kleinen Schar armer Hirten gepriesen, der römische Kaiser hingegen – ob freiwillig oder gezwungenermaßen – von den unterdrück­ten Völkern rund um das Mittelmeer. Lukas lässt bereits hier, am Anfang seines Evangeliums, aufscheinen, was eine seiner wichtigen Einsichten über diesen Jesus von Nazareth war: Mochten die Römer auch militärisch und ökonomisch überlegen sein, mit dem Kind in der Krippe sandte Gott einen mächtigen und weit überlegenen Heiland in die Welt, dessen Botschaft die Welt stärker verändern sollte als alle Legionen des Römischen Reiches. Die Armen, die Hirten, hatten in Lukas Darstellung einen unverzichtbaren Platz im Heilsgeschehen an der Krippe. Sie waren die ersten, die die Botschaft hörten, die gute Nachricht von dem, der den Armen das Heil verkündete und die Reichen zur Umkehr aufforderte.

 

Für den Reformator Johannes Calvin ist die Geschichte von den Hirten auch eine Geschichte, die zu eigener Bescheidenheit mahnt. Der Glaube der Hirten sei so groß gewesen, dass er alles überwunden hat, und so seien die Christen verpflichtet, bei ihnen in die Schule zu gehen. Wir sollten uns an den höchsten König halten, dem alle Herrschaft im Himmel und auf Erden gegeben ist: „Diese Mahnung haben wir wahrhaftig nötig, denn für die von Stolz und Einbildung Besessenen und für die, die sich für weise halten, ist die Lehre des Evangeliums doch bloß Anstoß.“

 

Eine Mut machende Geschichte für die Armen

 

Die Geburtsgeschichte im Stall mit den Hirten ist heute vor allem für die Armen im Süden der Welt eine Ermutigung. Der katholische kenianische Kardinal John Njue hat 2008 in einem Pastoralbrief erläutert, warum die Hirten eine derart wichtige Rolle in der Geburtsgeschichte haben:

„Von seiner Geburt an hat Jesus sich dafür entschieden, unter den Niedrigsten und Untersten der Gesellschaft zu leben: den Sün­dern, den Ausgestoßenen, denen, die am meisten leiden, und denen, denen alles zum Leben fehlt. Sie, und nicht die ‚Gerechten‘, sind diejenigen, die bangend das befreiende und rettende Wort Gottes erwarten.

 

Jesus wird weiterhin bei diesen Men­schen sein. Er wird ihre einfache Sprache sprechen, wird ihre Gleichnisse und ihre Parabeln verwenden. Er wird ihre Freuden und ihre Leiden teilen; wird ihre Partei ergreifen gegen alle, die sie in der Gesellschaft isolieren wollen. Die Armen, die Unwissenden und die Verzweifelten erkennen ihn sofort und heißen ihn mit Freude willkommen, denn Jesus kommt, um sie grundlegend zu verändern, damit sie ihre Situation verbessern können.“

 

Der Erzbischof forderte die Gläubigen in seinem Pastoralbrief zu Mitleid und zu Mitgefühl auf. Das Mitgefühl „ermöglicht es dem Feuer der Liebe, die Leidenschaft für Gerechtigkeit in uns zu entfachen. Diese Leidenschaft treibt uns an, nicht bei einem Bedauern stehen zu bleiben, sondern nach einer So­li­darität zu streben, die alles grundlegend verändert und die mit unse­rer eigenen fortdauernden Umkehr beginnt.“

 

Gerade im Süden der Welt, wo das Unrecht und die Kluft zwischen Arm und Reich besonders krass sichtbar sind, ist vielen Chris­tinnen und Christen bewusst, dass einzelne mildtätige Gaben nicht ausreichen, um das Leben der Armen, der heutigen „Hirten“ zu verbessern, sondern dass es darum geht, aus dem Glauben heraus für Gerechtigkeit und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen einzutreten.

 

Die Hirten der Geburtsgeschichte und die heutigen Armen

 

Dass gerade die Hirten die Botschaft der Engel von der Geburt des Heilands hör­ten, wie es Lukas in seiner Weihnachtsgeschichte überliefert hat, ist auch in der heutigen Welt von Bedeutung. Das erkennen auch immer mehr Christinnen und Christen in wirtschaftlich reichen Ländern. Der nordelbische Bischof Gerhard Ul­rich hat am 24. Dezember 2010 in einer Predigt im Schleswiger Dom über die Verheißung für die Hirten gesagt: „‚Fürchtet Euch nicht’, ruft der Engel den Hirten zu, denen, die im Dunkel sitzen, die nicht wissen, wohin sie gehören und die sich nichts zutrauen. Sie lassen sich treffen von der frohen Botschaft, kommen auf die Beine, gehen hin zum Stall und von dort wieder in den Alltag zurück. Sagen weiter, was sie gesehen haben: Da ist einer, der will, dass alle gleichermaßen teilhaben an dem Reichtum dieser Welt; da ist einer, der nicht will, dass Völker mit Gewalt beherrscht und Menschen in die Flucht geschlagen werden; da ist einer, der nicht will, dass Menschen von der Hand in den Mund leben; da ist einer gekommen, der eintritt für die Schwachen und Elen­den.“

 

In Deutschland nimmt die Zahl der „Hirten“ zu. Wie im Römischen Reich wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Viele Statistiken zeigen, dass die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher werden. Für die untere Hälfte der Bevölkerung bleibt insgesamt kaum mehr als ein Prozent des Ver­mögens übrig. Kommt hinzu, dass in kaum einem anderen europäischen Land die Chancen für Kinder von Eltern mit geringem Bildungsstand auf einen Aufstieg durch Bildung so gering sind als in Deutschland. Aus einem „Hirtenkind“ wird hierzulande in vier von fünf Fällen ein „Hirte“.

 

Die letzten Hirten nahe Bethlehem

 

„Dort, im Geburtsort Jesu, erhalten die Straßen und Gassen im Dezember ihren weihnachtlichen Glanz durch kitschige Nikoläuse, viel zu bunt geschmückte Tannenbäume und blinkende Lichter … Und während sich in Bethlehem der Brauch in jedem Jahr wiederholt, neigt sich im fünf Autominuten entfernten Beit Jalla der Brauch der Schafhaltung in Sarras‘ Familie ganz still und leise von Jahr zu Jahr ein Stückchen weiter dem Ende zu.“

 

So hat Lissy Kaufmann im „Tagesspiegel“ vom 22.12.2012 die „Letzten Hirten von Bethlehem“ und ihre trüben Zukunftsaussichten dargestellt: „Käme Jesus dieses Jahr zur Welt, die Schäfer würden ihn nicht finden, sie würden an Checkpoints aufgehalten. Zwischen Siedlungen und Grenzen stirbt der biblische Beruf gerade aus.“

Der 75jährige Sarras gehört zu den letzten Schäfern, die trotz aller Einschränkungen im besetzten Gebiet rund um Bethlehem noch an ihrem Beruf festhalten. Er stößt nicht nur immer wieder auf Mauern, sondern stößt auch oft mit israelischen Siedlern zusammen, die das besetzte Gebiet für sich beanspruchen. Die Weideflächen des Hirten sind immer mehr geschrumpft. Sieben von acht seiner Kinder sind ausgewandert, leben kann niemand mehr von der kleinen verbliebenen Herde.  Lissy Kaufmann hat erfahren: „Von Jahr zu Jahr bleibt ihm für die Tiere weniger Platz, wird das Schafehüten zwischen Mauern und Straßen schwerer.“

 

Hirte – ein Beruf ohne Zukunft?

 

Die Hirten, die in Deutschland und der übrigen Welt mit Schafen oder Ziegen über die Weideflächen ziehen, haben einen schweren wirtschaftlichen Stand. In Deutschland sind viele von ihnen auf staatliche Zahlungen als Ausgleich für ihren Beitrag zum Naturschutz angewiesen. Und selbst so kommen sie auf einen erschreckend niedrigen Stundenverdienst, das viele von ihnen ihn vorsichtshalber nicht einmal ausrechnen.

 

In einem Beitrag des „Deutschlandfunks“ zum Thema „Von der Weide ins Heiligtum“ am 23.10.2019 kam der Brandenburger Schäfer Jürgen Kömer zu Wort: „Wenn ich sehe, wie hoch der Zeitaufwand ist, den wir einfach nicht bezahlt kriegen – das ist es schon Selbstlosigkeit, kann man schon davon sagen. Mit einer 35-Stunden-Woche würden die Tiere alle verhungern … Die Woche hat sieben Tage, und die Tiere müssen sieben Tage in der Woche fressen und versorgt werden. Das ist ein großes Maß Selbstlosigkeit. Man muss auf ganz viele Sachen verzichten.“

 

In Afrika, Asien und Lateinamerika geht es den Hirten noch schlechter, und das vor allem dann, wenn ihnen – wie den Hirten im biblischen Bethlehem – die Tiere nicht einmal gehören. Die Folge des Klimawandels zeigen sich sehr deutlich in vielen Savannengebieten, wo die Vegetation zurückgeht und die „Verwüstung“ zunimmt. Dieser Prozess wird durch das Bevölkerungs-wachstum und die Überweidung vieler Flächen, besonders in der Nähe von Brunnen, noch verstärkt. Um wirtschaftlich überleben zu können, nutzen viele Hirtenfamilien die Verfügbarkeit des Wassers aus modernen Tiefbrunnen, um ihre Herden zu vergrößern. Was bleibt ihnen in Konkurrenz zu „modernen“ großen Viehbetrieben und billigem importiertem Fleisch übrig?

 

In Verbindung mit der Globalisierung werden immer mehr bisherige Weide- in Ackerflächen umgewandelt, sodass das Weideland noch knapper wird. Die schon aus biblischen Zeiten bekannten Konflikten zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern nehmen daher weiter zu und werden zunehmend mit modernen Schnellfeuergewehren ausgetragen. Kommt hinzu, dass immer mehr Ackerflächen von ausländischen Konzernen aufgekauft oder langfristig gepachtet werden, die ein noch viel mächtigeres Gegenüber zu den Hirtenfamilien darstellen.

 

Traditionell gab es auch Formen der Kooperation von Hirten und Bauern, denn viele Bauern sahen es gern, wenn die Herden auf den abgeernteten Feldern grasten, Unkraut fraßen, das Wachstum von Baumschößlingen verhinderten und den Boden düngten. Aber in Zeiten von Kunstdünger, Pestiziden und rasch aufeinander folgenden Anbauperioden werden die Herden nicht mehr benötigt und durch hohe Zäune abgehalten. (Die Intensivlandwirtschaft vermindert übrigens auch hierzulande die möglichen Weideflächen der Schafherden deutlich.) 

 

Erschwerend wirkt, dass die Intensivlandwirtschaft immer mehr Grund- und Flusswasser nutzt, das mit Pestiziden und anderen Chemikalien belastet in die Natur zurückgegeben wird. Dies gilt besonders für die Betriebe, die für den globalen Markt produzieren, zum Beispiel Blumen in Kenia. Sie gelten als „moderner“ Exportsektor, während die „traditionellen“ Hirten als aussterbende Spezies ohne wirtschaftliche Zukunft angesehen werden.

 

Von Entwicklungsprojekten profitierten sie bisher nur selten. Das gilt besonders für Nomadenfamilien. Die Hirten sind wieder dort angekommen, wo sie zu Jesu Lebzeiten waren: am äußersten Rand der Gesellschaften. Und das gilt auch für andere „Hirten“, also Menschen, die so ausgegrenzt und diskriminiert werden wie die Hirten in Bethlehem.

 

Zum Beispiel: Indische Dalits als heutige „Hirten“

 

Die Hirten waren in biblischen Zeiten eine ausgeschlossene Gesellschaftsgruppe, und das verbindet sie mit den heutigen 240 Millionen Dalits, den sogenannten „Kastenlosen“ (oder schlimmer noch „Unberührbaren“) Indiens. Darauf hat der indische Theologe und bekannte Vertreter der Dalit-Bewegung Dr. James Massey immer wieder hingewiesen, wenn er von der Weihnachtsgeschichte sprach.

 

In seinem Buch über das Lukasevangelium schrieb er, dass diese Hirten nicht nur während ihrer Wanderungen mit ihren Herden getrennt von der übrigen Gesellschaft waren: „Nach der Arbeit kehrten diese Hirten zu ihren Unterkünften zurück, die außerhalb des Dorfes oder der Stadt lagen. Diese Tatsache bringt die Hirten der biblischen Zeiten in die Nähe der Dalits in Indien, die gezwungen sind, außerhalb eines Dorfes oder einer Stadt zu leben.“

 

Aber Hirten sind nicht nur Opfer ungerechter gesellschaftlicher Verhältnisse, betonte James Massey, sondern mit dem Bild von den Hirten ist auch Hoffnung und Verheißung verbunden. Fast alle Patriarchen in den ersten Büchern des Alten Testaments waren Hirten, darunter auch David. Wenn Jesu Stammbaum also auf David zu­rückgeführt wird, halten damit die Evangelisten auch die Erinnerung an die Hirten in der Geschichte des jüdischen Volkes wach. An verschiedenen Stellen des Alten Testaments wird Gott mit einem Hirten verglichen, erinnert der indische Theologe.

Dass den Hirten angekündigt wurde, dass sie das Kind in einem Stall finden wür­den, ermöglichte es ihnen, sich sofort auf den Weg zu machen, erläutert James Massey: „Wäre der Heiland in einer reichen oder königlichen Umgebung geboren worden, hätten sich die Hirten vielleicht nicht getraut, ihn aufzusuchen. Aber der Heiland hatte einen Ort gewählt, der sich auf ihrer Ebene befand.“

 

Deshalb mach­ten sie sich, nachdem sie die Botschaft vernommen hatten, rasch auf dem Weg und fanden Maria, Josef und das Kind in einem Stall. Der indische Theologe fügt hinzu: „Mit Sicherheit gehören die Dalits wie die Hirten zu Jesu Zeiten zur von ihm bevorzugten Gruppe, die Gemeinschaft der Armen und Ausgeschlossenen.“

In der Beschäftigung mit der Bibel und mit der sozialen Realität seines Landes hat James Massey erkannt, dass ein umfassender Befreiungsprozess für die Dalits und verbunden damit für die ganze indische Gesellschaft erforderlich ist und dass die Verheißungen der Bibel zu konkreten Verheißungen für die indischen Dalits werden können.

 

Die Beschäftigung mit biblischen Texten, schrieb er, hat ihm geholfen zu erkennen und zu vermitteln, „dass die Unterdrückungssi­tuation, in der die Dalits heute leben, weder auf ihrer eigenen Entscheidung noch auf einer Anordnung Gottes beruht. Stattdessen wurden ihnen diese Bedingungen von ihren Unterdrückern auferlegt. Dies geschah zunächst dadurch, dass sie militärisch besiegt wurden, wodurch sie zu dasa (Sklaven) wurden. Dann nahm man ih­nen eines nach dem anderen ihre grundlegenden Menschenrechte, darunter das Recht auf Bildung, wodurch man sie mental versklavte. Aber am Ende war es nicht die Unterdrückung selbst, die die Dalits zerstört hat, es war die Tatsache, dass sie selbst die Unterdrückung durch ihre Gegner akzeptierten. Sie betrachteten von nun an ihren sehr untergeordneten Status als die natürliche Ordnung der Dinge.“

 

In dieser bedrückenden Situation wurde für den indischen Dalittheologen die Menschwerdung Gottes zu einer großen Hoffnung: „Hier, durch die Inkarnation, begegnen wir Gott, der umfassend solidarisch mit uns ist, nicht einfach wie jeder andere Mensch, sondern dadurch, dass er um unser willen seine außerweltliche Identität vollständig aufgab und zu einem der Ärmsten der Armen und im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Dalit wurde. Das Modell der Solidarität, das wir im Akt der Menschwerdung Gottes in der Geschichte finden, fordert uns als Dalitchristen dazu heraus, diesem Weg zu folgen, damit die Erfahrungen, die wir mit allen Dalits teilen, zur Grundlage unserer authentischen Dalittheologie wer­den.“

 

James Massey verband die Arbeit für den Verlag mit einem intensiven Engagement in kirchlichen und sozialen Bewegungen für Gerechtigkeit und eine Emanzipation benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Er zählte zu den Gründungsmitgliedern des Programms „Dalit Solidarity People“, zu dessen Zielen es gehört, die Zusammenarbeit unter allen Dalits zu fördern, ihnen alternative Bildungs­mög­lichkeiten zu eröffnen und die Zusammenarbeit von Dalits und Adivasi (den Angehörigen diskriminierter Minderheitsvölker in Indien) voranzubringen. Verknüpft damit war das Eintreten von James Massey für die Sache der Dalits und anderer unterdrückter Gruppen der indischen Gesellschaft in der weltweiten Ökumene, vor allem im Rahmen des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ und der „Weltvereinigung für Christliche Kommunikation“.

 

Die Befreiungstheologie der Dalits

 

Die Kritik James Masseys an den in Indien vorherrschenden Theologien war scharf. Er setzte sich kri­tisch auseinander mit der Theologie, die sich weiterhin an der euro­päischen „systema­tischen“ Theologie orientiert, und ebenso mit jener gegenwärtig weit verbreiteten indischen Theologie, die nach Masseys Überzeugung von brah­manischen philo­so­phischen Gedanken beeinflusst ist. Beiden Theologien warf der Dalit-Theologe vor, dass sie Antworten seien „auf die Erfahrungen und Bedürfnisse der Reichen und der Eliten der Welt“.

 

Diese Theologien seien für die Dalits, die von diesen Eliten unterdrückt werden, nicht relevant: „Wenn Dalittheologinnen und -theologen von der Dalittheologie sprechen, bekräftigen sie damit die Notwendigkeit, eine Theologie zu formulieren, die den Dalits bei der Suche nach ihrem täglichen Brot und in ihrem Kampf zur Überwindung einer Situation von Unterdrückung, Armut, Leiden, Unrecht, Anal­pha­betismus und der Verweigerung von menschlicher Würde und Identität helfen. Es sind diese Realitäten des Lebens der Dalits, die die Formulierung einer Dalit-Theologie erfordern.“

 

Die Dalittheologie, die James Massey mit erarbeitet hat, macht das Ziel der umfassenden Befreiung der Dalits zu einem Ausgangspunkt des theologischen Nachdenkens und des christlichen Engagements. Aus dem Lesen der Bibel haben die Dalit-Theologen die Überzeugung gewonnen, dass Gott auf ihrer Seite steht und sie darin bestärkt, sich für eine grundlegende Veränderung ihrer Gesellschaft und der Welt einzusetzen. Jesus Christus, in dem Gott zum Menschen wurde, wird als das große Beispiel für einen Kampf an der Seite der Menschen verstanden.

 

Ein Kairos-Dokument als Schritt zu einer umfassenden Befreiung

 

Eine wichtige Etappe für die Weiterentwicklung der Dalittheologie und anderer Befreiungstheologien in Indien wurde im Jahre 2000 das Dokument „Kairos Indien“. Es nahm Gedanken aus dem südafrikanischen „Kairos-Dokument“ auf, in dem Mitte der 1980er Jahre die prophetische Befreiungstheologie gegen die Apartheid formuliert wurde. Der Zeitpunkt der Entscheidung und des Handelns, der Kairos, sei jetzt gekommen. Ganz in dieser Tradition heißt es am Anfang des indischen Kairos-Dokuments:

 

„Gottes Zeit ist jetzt. Und es ist Gottes Aufforderung, zu Gott zurückzukehren. Gottes Angebot von Versöhnung, Frieden und Gnade ist überall zu hören. Gottes Ruf nach Recht und Gerechtigkeit kann nicht ungehört bleiben … Am Beginn des dritten Jahrtausends, dem großen Jubelfest der Inkarnation, ist für die Kirche in Indien und für die weltweite Kirche die Zeit – der Kairos – angebrochen.“

 

Die Kirche müsse lernen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, dem Ruf zur Umkehr folgen und dazu beitragen, dass die Menschheit der „Fülle des Lebens“ näher kommt, die ein Zeichen der Gottesherrschaft ist.

Das Erwachen der Dalits wird im indischen Kairos-Dokument als tiefgreifendste Veränderung in der heutigen indischen Gesellschaft bewertet. Dieses Erwachen er­folgt in einer schwierigen gesellschaftlichen Situation. Der Prozess der Globalisie­rung und der damit verbundenen Konzentration wirtschaftlicher Macht trifft die Armen Indiens hart. Kleine Landwirte und andere kleine Betriebe sind machtlos gegenüber den großen Akteuren der Wirtschaft. Und auch die Rolle des Staates ver­ändert sich zu ihren Ungunsten:

 

„Die Macht des Staates, für die Grundbedürfnisse der Armen zu sorgen, ist aus zweierlei Gründen beträchtlich eingeschränkt. Zum einen haben sich die internationalen Finanzmärkte zu einer Supermacht entwickelt, die auch unabhängige Staaten beherrscht, und zum anderen ziehen die Eli­ten die dann noch verbleibende Macht an sich.“

 

Über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Dalits lesen wir im Kairos-Dokument: „Globalisierung, freier Markt und Privatisierung hatten inzwischen auch die Grenzen des Subkontinents erreicht, und die traditionellen Unterdrücker der Dalits waren schnell dabei, die neuen Geschäfte an sich zu reißen, was sich auf die Dalits negativ auswirkte, weil viele von ihnen ihre Kontrolle über ihr Land und andere für den Lebensunterhalt wichtige Ressourcen verloren. Schlimmer noch war, dass sie dadurch wieder in die Abhängigkeit der unterdrückerischen Kastenherren gelangten.“

 

Im Rahmen der Anpassung Indiens an die vorherrschende Globalisierung wird der staatliche Sektor in Wirtschaft und Gesellschaft abgebaut, und das hat direkte Auswirkungen auf die Dalits, denn im staatlichen Bereich sind ihnen und anderen benachteiligten Bevölkerungsgruppen bestimmte Quoten bei der Einstellung von Beschäftigten zugestanden worden, in der Privatwirtschaft aber nicht. Damit sinken die Aussichten, als Dalit eine qualifizierte Tätigkeit zu finden, drastisch. Ein Großteil der Dalits ist ohnehin abgedrängt in Berufe, die die Angehörigen anderer Kasten nie übernehmen würden wie das Reinigen von Kloaken.

 

Auffällig ist zudem, dass auch im Hightech-Unternehmen die Kastenzugehörigkeit nicht etwa bedeutungslos wird, sondern die hochqualifizierten Expertinnen und Experten sehr genau wissen, wer zu welcher Kaste gehört, und entsprechend geht man miteinander um.

 

 

Gegen Ende des indischen Kairos-Dokuments wird die Hoffnung auf ein anderes Leben formuliert: „Wir wagen zu träumen, dass der Tag kommen wird, an dem wir wirklich eine befreite Gesellschaft genannt werden können. Wir sind uns der Kräfte bewusst, die sich der Verwirklichung unseres Traumes widersetzen werden … Aber durch die Unterdrückung wird auch unsere Solidarität wachsen. Dies ist unsere Hoffnung: Ihre Erfüllung wird schmerzlich, schwer und langsam sein, aber wir dürfen unsere Hoffnung, unser Streben und unsere Träume nicht aus den Augen verlieren.“ Für christliche Dalits ist die Botschaft von Weihnachten ein Grund für diese Hoffnung – und ein Grund, diese Hoffnung nicht aufzugeben.

 

 © Frank Kürschner-Pelkmann